Autor: Rick Yancey
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 2013
Seitenanzahl: 478
Genre: Endzeitroman / Science-Fiction
Preis: 16,99 €
Preis: 16,99 €
Inhalt
„Die 5.
Welle“ ist der erste Teil einer Science-Fiction Trilogie von Rick Yancey und
ist in verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben. In der Geschichte geht es
um eine postapokalyptische Welt, in der Außerirdische, die nur die „Anderen“
genannt werden, auf die Erde gekommen sind. Mit ihnen brachten sie 4 Wellen.
Die erste Welle setzte den Strom außer Kraft und tauchte die Welt in
Dunkelheit. In der zweiten Welle entstanden Naturkatastrophen, die ganze Städte
zerstörten. Die dritte Welle brachte ein tödliches Virus, an dem Unmengen an
Menschen starben. Durch die vierte Welle können die wenigen Überlebenden sich
gegenseitig nicht mehr vertrauen, denn sogenannte Silencer treiben nun auf der
Erde ihr Unwesen. Silencer sind von Menschen nicht zu unterscheiden und versuchen
die restliche Bevölkerung zu töten. In dieser Welt kämpft unsere Protagonistin
Cassie ums Überleben und sucht nach ihrem kleinen Bruder, von dem sie in einem
Zufluchtslager getrennt wurde. Cassie reist alleine mit ihren wenigen
Habseligkeiten von einem Ort zum anderen. Eines Tages trifft sie auf Evan
Walker und gegen jede Vernunft fängt sie an ihm zu vertrauen. Was dieses
Risiko, dass sie eingeht für Konsequenzen hat, wird Cassie noch erfahren.
Meine Meinung
Mir hat „Die
5. Welle“ großartig gefallen. Ich habe mich lange gegen dieses Buch gewehrt, da
mich Geschichten rund um Außerirdische und Aliens überhaupt nicht ansprechen.
Doch in diesem Roman wird nicht die klischeehafte Alienapokalypse erzählt, wie
es durch die Beschreibung des Inhaltes zunächst den Anschein hat.
Der Erzählstil beinhaltet wie bereits
erwähnt mehrere Perspektiven. Wir als Leser bekommen also nicht nur Einblick in
Cassies Sicht der Dinge, sondern auch von anderen Protagonisten wie zum
Beispiel von ihrem kleinen Bruder Sammy. Zwar ist im Buch nicht kenntlich
gemacht, um welche Perspektive es sich jeweils handelt, aber dies habe ich als
nicht weiter störend empfunden. Rick Yancey schafft es einfach die einzelnen
Sichten der Protagonisten so unterschiedlich auszudrücken, dass man deutlich
erkennen kann, welcher Charakter die Geschichte weitererzählt. Diese perspektivische
Erzählweise ermöglicht uns auch zwischen verschiedenen Orten hin und her zu
springen, sodass wir einen allwissenden Überblick über alle Geschehnisse
bekommen. Dadurch ergab sich für mich der Effekt Vermutungen aufzustellen wie
welcher Erzählstrang zusammenhängt, ohne dass diese zu früh aufgedeckt wurden.
Die Charaktere entwickeln sich realistisch
in Anbetracht der gegenwärtigen Apokalypse. Dies verdeutlicht der Autor in dem
er auch Passagen beschreibt, die sich vor dem Beginn der Hauptgeschehnisse
abgespielt haben.
Die Handlung ist nicht vorhersehbar, denn
sie weist viele Wendungen auf mit denen ich nicht gerechnet habe. Auch eine
Liebesgeschichte hat Rick Yancey mit eingebunden. Allerdings steht diese nicht
im Fokus des Romans, sondern bildet vielmehr einen interessanten Nebenaspekt
der Haupthandlung.
Zum Ende treffen die verschieden Charaktere
zusammen und es bildet sich ein einziger Gesamthandlungsstrang. Dieser war sehr
spannend geschrieben und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.
Schließlich endete es mit einem Ereignis, welches einen neuen möglichen Handlungsverlauf
aufwirft. Dieser wird allerdings nicht weiter vertieft, sodass ich am liebsten
direkt zu Band 2 gegriffen hätte.
Insgesamt
lässt sich sagen, dass Rick Yancey mit „Die 5. Welle“ eine fiktive
apokalyptische Welt erschaffen hat, die trotzdem realitätsnah und unglaublich authentisch
ist. Durch die verschiedenen Perspektiven hat er eine Erzählweise gewählt,
welche die Geschichte gefühlsnah und spannend macht.
Für alle Science-Fiction
Fans gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir. Aber auch
denjenigen unter euch, die wie ich kleine Bedenken gegenüber der Grundthematik
dieses Buches haben, sollten es einfach ausprobieren. Es lohnt sich!
Meine Bewertung
4 ★ von 5★
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