Bei diesem eBook
handelt es sich um ein Rezensionsexemplar, welches mir freundlicherweise durch
das Bloggerportal von dem Penhaligon Verlag zur Verfügung gestellt worden ist.
Dafür möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bedanken.
Autor: C. E. Bernard
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2018
Seitenanzahl: 416
Genre: Fantasy
Preis: 14,00 € (broschiert)
9,99 € (eBook)
Inhalt
Stellen Sie
sich vor…
London wäre ein
Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den
Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und
insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten
Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch
Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich.
Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie
kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets
besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea,
dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand,
dass sie selbst sein größter Feind ist. Eine Kämpferin, die
eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein
gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird. (Quelle:
amazon)
Meine Meinung
„Palace of
Glass – Die Wächterin“ ist der erste Teil einer Fantasy Trilogie, die allen Fans
von Sara J. Maas, Kiera Kass und Erin Watt empfohlen wird. Ich hatte mir
deshalb eine ähnliche Geschichte wie Selection vorgestellt, die ein paar mehr
fantastische und dystopische Elemente enthält. Sicherlich bietet die Grundthematik
auch genau diese Aspekte, allerdings konnte das Buch meine Erwartungen in
dieser Hinsicht leider nicht erfüllen.
Mir hat die Grundidee
der Geschichte sehr gut gefallen und auch die Gestaltung der Welt ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Besonders
die Einführung in die Welt der Magdalenen hat mir sehr zugesagt. Dennoch hätte
man aus dieser Thematik so viel mehr rausholen können. Dies macht sich auch direkt
in den Beschreibungen bemerkbar. Zwar hat die Autorin versucht ins Detail zu
gehen, indem sie beispielsweise die vorherrschende Kleidervorschrift mit den
speziellen Kleidungsstücken versucht hat zu beschreiben. Dies war allerdings
sehr abstrakt und ich konnte mir kein genaues Bild von Optik und Funktion
dieser Kleidung machen.
Die Handlung an sich konnte mich nicht
völlig in ihren Bann ziehen. Ich habe die Geschichte beim Lesen eher von außen
betrachtet, anstatt wie sonst hineingesogen zu werden. Des Weiteren wies der
Verlauf des Buches auch einige kleine Logiklücken auf, die ich an dieser Stelle
nicht weiter aufgreifen möchte, um nicht zu spoilern. Ein Aspekt, der mich
etwas genervt zurückgelassen hat, war die so genannte „Hautgier“, unter der die
Protagonistin leidet, da Berührungen in dem Land grundsätzlich verboten sind.
Dieses Verlangen konnte ich rein logisch betrachtet zwar nachvollziehen,
allerdings wurde dies für meinen Geschmack zu oft thematisiert, sodass ich ihre
Sehnsucht nicht mitempfinden konnte.
Die sich anbahnende
Liebesgeschichte hat mir zu Anfang noch recht gut gefallen, vor allem wie die
zwei Figuren das erste Mal auf einander getroffen sind. In dieser Szene lag ein
Knistern in der Luft, welches leider im anschließenden Verlauf zu schnell verworfen
wurde. Erst zu einem späteren Zeitpunkt wurde dieses Thema wieder aufgegriffen.
Dadurch wirkte aber alles sehr gestellt und plötzlich, sodass sich für mich
keine Emotionen mehr einstellen wollten.
Zudem hatte
ich auch das Gefühl, dass in der Geschichte nicht wirklich etwas passiert, sondern
diese eher so vor sich hinplätschert
Ein weiterer
Schwachpunkt des Buches sind die Hauptcharaktere.
Die Protagonistin Rea war etwas anstrengend und ich konnte ihre Gefühle und
Handlungen nicht nachvollziehen. Aber auch Prinz Robin wurde mir gegen Ende zunehmend
unsympathischer. Die Nebencharaktere Liam und Blanc haben mir im Gegensatz zu
den Protagonisten sehr gut gefallen. Diese waren authentisch, humorvoll und
überaus sympathisch und brachten so frischen Wind in die Geschichte.
Das Ende des Buches konnte mich leider auch
nicht gänzlich von sich überzeugen. Einige Auflösungen waren vorhersehbar und
kamen so für mich nicht überraschend. Zudem wirkt es als hätte die Autorin versucht sehr
viele Wendungen in die Geschichte einzubauen, um das Ende interessanter und
einzigartiger zu gestalten. Allerdings empfand ich dies eher als konstruiert
und unüberlegt.
Leider konnte
mir „Palace of Glass – Die Wächterin“ nicht ganz so zusagen und meine Erwartungen
nicht erfüllen. Was Schade ist, denn die Grundidee ist sehr kreativ und speziell,
dass man daraus etwas so viel Besseres hätte zaubern können. Auch die
Liebesgeschichte hätte detaillierter und mit mehr Emotion aufgebaut werden können.
Ich kann
dennoch verstehen, dass diese Geschichte viele Leser begeistert, da die Grundthematik
wirklich gelungen ist.
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